evido. Bildung entscheidet

evido. Bildung entscheidet

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00:00:11: Bildung entscheidet.

00:00:13: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcast, in dem wir aktuelle Erkenntnisse aus der Bildungswissenschaft diskutieren und schauen was sie für Entscheidende und Entscheiderinnen und die Praxis bedeuten!

00:00:22: Ich bin Lena Sterz, Journalistin und wie immer mit dabei ist Alex Bozir, der selbst als Lehrer arbeitet.

00:00:27: Hi Alex!

00:00:28: Hallo Lena!

00:00:29: Heute geht es ja um datengestützte Schulentwicklung.

00:00:32: Klingt erstmal ziemlich abstrakt wenn du das hörst?

00:00:35: Was denkst du da zuerst?

00:00:36: Ja also wenn ich das höre denke Auf der einen Seite ein großes Potenzial für eine gezielte individuelle Förderung.

00:00:43: Das ist das, was wir uns in den Klassenzimmern wünschen und auf der anderen Seite auch natürlich die Sorge vor einer möglichen Datafizierung bei der Willerkräfte vor allem Daten erheben, die dann irgendwie verwaltet werden aber nicht mehr wert schaffen fürs Klassen Zimmer.

00:00:58: Und gleichzeitig stelle ich mir natürlich auch die Frage so nach meinen eigenen Ressourcen Also wenn das wirklich mehr Arbeit bedeutet, wie steht es noch um meine Lehrergesundheit und auch den Ressourcen die ich für eine schnelle und unkomplizierte Umsetzung in Bildungsanrichtung eigentlich bräuchte.

00:01:13: Die wir ja auch im letzten Podcast mit Frau Professorin Dr.

00:01:17: Saskia Fischer erfahren haben aber einfach fehlen.

00:01:19: also Ressursen sind nicht da.

00:01:21: Und wie bringen wir das schnell in die Umsetzung so dass ist wirklich Nicht in zehn, zwanzig Jahren irgendwie hilfreich ist sondern möglichst bald.

00:01:30: Das sind so die Fragen, die ich mir da relativ schnell stelle Lina

00:01:33: Ja.

00:01:34: Und wie Schulen die Informationen dann auch sinnvoll nutzen können, um Unterricht und Lernen zu verbessern?

00:01:39: Das ist ja auch so eine Frage.

00:01:40: Darum geht es ja auch im aktuellen Gutachten der SWK – der ständigen wissenschaftlichen Kommission.

00:01:45: Wir können heute mit der Frau sprechen, die die Erstellung dieses Gutachtens koordiniert hat mit Professorin Dr.

00:01:51: Felicitas Thiel, Co-Vorsitzende der SWk und Professorin für Schulpädagoik und Schulentwicklungsforschung an der Freien Universität Berlin.

00:01:58: Herzlich willkommen, Frau Thiel!

00:02:00: Ja, freue mich dass ich da sein kann und freue mich über ihr Interesse an unserem Gutachten.

00:02:06: Schön das Sie mit uns sprechen können heute.

00:02:07: vielleicht können wir direkt damit einsteigen Mit der enormen Dokumentations, was die viele Lehrkräfte oder Erzieherinnen in der frühkindlichen Bildung heute schon erleben.

00:02:17: sie sagen aber das datengeschützte Arbeit nicht als zusätzliche Belastungen obendrauf kommen soll Dass es vielmehr darum geht bestehende schulische Prozesse anders zu gestalten.

00:02:27: Können Sie das nochmal erläutern, wie das konkret ohne Mehrarbeit geben könnte?

00:02:31: Ja ganz wichtig.

00:02:32: zunächst mal der Begriff der Datensparsamkeit.

00:02:35: Der ist uns sehr, sehr wichtig!

00:02:37: Man weiß aus zwanzig Jahren Forschung zu Informations- und Managementsystemen wenn man die Leute mit Daten überflutet dann machen sie gar nichts mehr.

00:02:46: deswegen es ist wichtig relevante Daten zu haben und relevant bedeutet für uns zunächst einmal Daten die sich auf die Bildungsstandards beziehen weil wir den Bildungs Standards In Deutschland sehr gut beschriebene Kompetenzziele, die für uns alle verbindlich sind.

00:03:01: Darauf haben wir uns geeinigt das ist wichtig.

00:03:04: Zweit also wenig Daten, da hat ein sparsam gute Modelle.

00:03:08: und der zweite Punkt es dass das in die Routinen muss.

00:03:13: Also wir müssen Dinge nicht mehr machen oder wir müssen nicht mehr Dinge machen, sondern wir müssen Dinge anders machen.

00:03:19: Also Fachkonferenzen sollten sich routinemäßig anschauen.

00:03:23: Wo stehen wir?

00:03:24: Und das ist nicht mehr weil die treffen sich sowieso.

00:03:27: Das steht im Schulgesetz, dass Fachkonkurrenz eine wichtige Funktion haben.

00:03:31: Sollten dann ausgehend von Daten überlegen wo klappt es vielleicht besser in welcher Klasse und wo klappt es schlechter und woran liegt es?

00:03:39: Das ist natürlich ne große Herausforderung, weil wir so eine Kultur des Hinschahns und des Offenlegens auch von Erfolg oder nicht Erfolg kennen wir im Schulsystem, in anderen Systemen ist es selbstverständlich.

00:03:52: Und das bedeutet natürlich auch dass man da eine entsprechende Kultur des Feedbacks und des Austausches etablieren muss.

00:04:00: also sehr voraussetzungsvoll aber durch die Botschaft sparsame Verwendung von Daten wirklich valide Daten und nicht irgendwas und Einbau in Routinen.

00:04:10: Und Berichtspflichten, vielleicht zeige ich dazu gleich nochmal was da.

00:04:14: das ist absolut richtig.

00:04:15: wir haben auch gesehen als wir uns die ganzen Schulprogramme angeguckt haben gibt es jetzt leider keine aktuellen Studien mehr.

00:04:23: deswegen haben wir selbst mal so ein paar Stichproben gezogen.

00:04:26: das sind zum Teil Schwarten von hundertdreißig Seiten wo man kein klares Ziel findet.

00:04:31: und wenn sie im Länder gucken wie Kanada oder Oder nach Österreich, unseren Nachbarn.

00:04:37: Da haben Sie auf vier, fünf Seiten die Daten und dann haben sie die Ziele.

00:04:42: Dann haben Sie die Maßnahmen einmal beschrieben und die Indikatoren an denen Sie Erfolg messen wollen und wann Sie da wieder drauf gucken.

00:04:49: Und solche Templates kann man wirklich leicht herstellen und entlastet damit die Schulen von Berichtspflichten und Dokumentationspflichten.

00:04:59: Frau Thiel, Daten sind ja erst mal ein Rohstoff.

00:05:04: Das heißt, die müssen irgendwie veredelt werden.

00:05:07: Wer soll denn jetzt die Daten veredeln?

00:05:08: für mich als Lehrkraft so dass sie mir oder mich nicht mehr Zeit kostet?

00:05:15: Das ist wirklich eine lustige Metaphe veredeldet worden.

00:05:19: Daten sind erst mal eine Wasserstandsmeldung und diese sind an sich schon ziemlich aussagekräftig.

00:05:24: Wenn ich sehe zum Beispiel als Bildungspolitikerin es gibt ja Daten auf unterschiedlichen Ebenen ebnen zwanzig Prozent der Schülerinnen und Schüler Wir reichen die Mindeststandards nicht, da muss ich nichts veredeln.

00:05:37: Das ist eine Information, die sollte mich ganz schnell in Bewegung setzen weil diese Kinder haben ganz große Schwierigkeiten in der nächsten Bildungs-Etappe erfolgreich zu lernen.

00:05:49: das sagen uns diese Daten aus und dann muss man sich überlegen was tun?

00:05:56: Dafür braucht man nicht nur Daten, dafür braucht man Evidenz.

00:05:59: Das ist was anderes.

00:06:00: Evidenze ist sozusagen eine Information darüber, was möglicherweise wirkt oder unter bestimmten Bedingungen wirksam ist.

00:06:09: Es beruht auf Kausalen!

00:06:11: Zusammenhängen, Kausalen, Hypothes.

00:06:14: Und dazu braucht man auch Wissenschaftler die dann Intervention entwickelt oder Fortbildung entwickelt Materialien entwickeln, die Lehrkräfte einsetzen.

00:06:23: und das ist für uns eine ganz wichtige Botschaft.

00:06:27: den Schulen nicht einfach nur eine Ladung Daten auf dem Tisch und sagt ihnen, dann macht damit was ihr wollt.

00:06:33: Weil das können sie schon, die können schon eine Information generieren daraus.

00:06:37: Die können sagen so und so viel meiner Schüler, Prozent meines Schülereichen die Mindeststandards nicht oder so und Soviel erreichen die Optimalstandards.

00:06:44: Aber was sie eben nicht können, ist jetzt selbst die Materialien zu basteln, die für eine gute Leseforderung wichtig sind.

00:06:52: Und das muss Hand in Hand gehen!

00:06:54: Wir können nicht nur Daten ins System – da haben wir die letzten Jahre viel zu stark, haben wir den Schwerpunkt auf die Rückmeldung von Daten gelegt und nicht auf die Anschlussprozesse, die dann kommen müssen?

00:07:04: Ja, sehe ich auch so.

00:07:05: Also Datenerhebungen der Vergangenheit, die ich sozusagen aus meinem eigenen Lehrer im Alltag so kenne, Ich weiß nicht, ob Sie das mitbekommen haben jetzt auch als Echo auf Ihr Gutachten.

00:07:17: Aber es gibt ja schon ein großes Misstrauen unter der Lehrerschaft wenn das Wort Daten fällt und mit Schuld daran ist eigentlich auch Wehrer.

00:07:26: also ich habe das Gefühl dass Lehrkräfte hier auch erstmal überzeugt werden müssten.

00:07:30: Ich denke Lehrkräftes sollten ein professionelles Sales Bild haben das auf einer Diagnose basiert wo Diagnos eine ganz zentrale Rolle spielt.

00:07:39: warum?

00:07:40: Wir haben eine wahnsinnig heterogene Schülerinnen und Schülerschaft.

00:07:44: Fünfzig Prozent unserer Schülerinnen oder Schüler haben Zuwanderungshintergrund, das bedeutet dass mindestens die Eltern nicht in Deutschland geboren sind.

00:07:53: Und für die Sprachforderungen zumindest für die sprachforderen gilt ich muss adaptiv fordern.

00:07:58: Das geht kein Weg dran vorbei und dafür brauche ich eine Diagnostik weil es eben nicht so ist, dass Lehrkräfte intuitiv sehen wo ein Kind steht genauso wenig wie ein Arzt bei einmal drauf anschauen, eines Patienten sieht.

00:08:13: was ist jetzt das Problem.

00:08:15: Dann brauchen wir wie gesagt tragfähige gute wirksame Maßnahmen die auch implementiert waren können die praktisch sind dem Klassenzimmer funktionieren und müssen darauf gucken.

00:08:25: wir müssen evaluieren und wir können uns bei zwanzig Prozent Schülerinnen und Schülern ich sage es noch mal die den Mindeststandards nicht erreichen einfach nicht erlauben im Klassen Zimmer Dinge zu tun die nicht funktionieren.

00:08:37: deswegen Ich finde es manchmal ein bisschen schwierig, dass ich Lehrkräfte davon überzeugen muss.

00:08:42: Dass das der richtige Weg ist.

00:08:45: Das sollte das professionelle Selbstverständnis von Lehrkräften sein.

00:08:50: Dafür sind wir Ex-Partnerinnen und Ex-Parten.

00:08:52: Und dann sollten wir uns darüber unterhalten was die Ressourcen sind, damit wir das gut machen.

00:09:01: Da sagen wir aber, man muss Dinge anders machen als wenn sie bislang machen.

00:09:06: Dann die Tools.

00:09:07: Man braucht ballide diagnostische Instrumente und gute Materialien.

00:09:12: Die Fördermaterialien funktionieren gute Konzepte zur Unterrichtsentwicklung, gute Qualifikationen.

00:09:18: Das ist total wichtig!

00:09:20: Und man braucht eine Definition von Rollen im System.

00:09:23: Darüber haben wir jetzt noch gar nicht gesprochen.

00:09:26: Die wichtigste Profession sind alles, was dort nicht ankommt.

00:09:34: Kann man im Grunde vergessen.

00:09:36: das wird sich auch nicht in Entwicklungsfortschritt und Lernfortschritte von Schülerinnen und Schülern übersetzen.

00:09:41: aber darüber liegen ja noch ein paar andere Ebenen und dies müssen wir dann auch mit einbeziehen.

00:09:46: Die zwanzig Prozent die die Mindeststandards nicht erreichen die kennen wir und da gibt es ja noch andere Zahlen.

00:09:54: Ich finde, wenn man die daneben legt.

00:09:56: Ja und dann fragt man sich wie das funktionieren kann?

00:10:00: Wenn zum Beispiel für ein Nordrhein-Westfalen fürs große Bundesland habe ich es nochmal nachgeschaut.

00:10:04: Jede vierte Unterrichtsstunde findet nicht regulär statt.

00:10:08: Mein Erstklässler kommt ständig nach Hause sagt heute hatten wir wieder acht aufgeteilte Kinder.

00:10:12: also das ist was, was man in der Grundschule als erstes lernt, was aufgeteilde Kinder sind Und dass denn nicht der Klassenraum voller Kinder sitzt, die da eigentlich nicht hingehören.

00:10:20: Kann das denn funktionieren In dieser Realität mit dem starken Lehrermangel und den hohen Ausfallstunden, dass da trotzdem die datengestützte Schulentwicklung stärker implementiert werden kann.

00:10:33: Und auch in diesem Kartenhaus was gefühlt schnell oft zusammen

00:10:38: stürzt,

00:10:39: da ein Fortschritt durch Daten erzielt werden kann, denken Sie das?

00:10:43: Wollen wir jetzt den Offenbarungsall leisten und sagen, wir gucken zu wie alles ... zusammenbricht, oder sind wir Professionen?

00:10:51: Also würden keinesfalls akzeptieren, dass Ärzte so was sagen.

00:10:55: Gebe ich nur mal zu bedenken.

00:10:57: Natürlich ist es klar, wir haben es mit Quereinsteigerern zu tun in den Bundesländern.

00:11:02: Sechzig Prozent bei uns sind unsere Bachelorstudierenden im System.

00:11:07: Wenn ich sehe, was die können, dann denke ich um Gotteswillen.

00:11:11: Die armen Schülerinnen und Schülern, die sind einfach nicht dafür ausgebildet.

00:11:16: Umso wichtiger ist es, je weniger qualifiziert die Leute sind, desto besser müssen die Materialien wie vor der Materialien sein und die Unterstützungssystem.

00:11:25: Und daran müssen wir arbeiten.

00:11:27: Deswegen müssen wir die Ressourcen so fokussieren dass diese Leute ganz besondere Unterstützung kriegen.

00:11:34: Noch ein Punkt mit dem ich mich auch nicht beliebt machen werde.

00:11:38: Das bedeutet, dass Geld allein nicht ausreicht.

00:11:41: Berlin gab in den letzten Jahren fast tausend Euro mehr als Hamburg und die Berliner Schülerinnen sind, wenn man das umrechnet im Schuljahr ein halbes Jahr hinterher in der Grundschule.

00:11:53: Und insofern müssen wir auch darüber reden wie gehen wir mit den Ressourcen, die wir haben vernünftig um?

00:11:59: Also ich würde das auch alles unterstützen.

00:12:01: Ja, ich finde auch das SWK Gutachten ist sehr reich an wirklich wertvollen Ideen und die würde ich mir auch wirklich so eins zu eins wünschen für meine Arbeit in der Schule.

00:12:10: Und trotzdem muss ich noch mal nachfragen.

00:12:11: so Ich meine Sie haben von des Dashboard angesprochen es digitale Dashboard ich nehme sofort wenn's fertig ist also kann nicht mehr richtig gut vorstellen Wirklich aber die Schulen kämpfen ja Trotzdem.

00:12:22: also dass darf man ja auch Nicht übersehen bei der ganzen Thematik die Kämpfe mit analogen Problem.

00:12:28: Wir können der Presse entnehmen, dass es einfach unglaublich viele marode Gebäude gibt.

00:12:32: Ich kann Ihnen aus meiner Praxis berichten wie das oft schon am Internet scheitert.

00:12:37: Mein Unterricht wird oft durch die Technik nicht erleichtert sondern behindert letztendlich weil die Techniken mal wieder nicht funktioniert.

00:12:44: und wenn wir dann von digitalen Dashboards sprechen frage ich mich halt schon ob wir hier den zweiten Schritt vor dem ersten machen.

00:12:50: eigentlich

00:12:51: Ich würde Ihnen absolut zustimmen, weil ich finde es auch gar nicht so wichtig.

00:12:55: Ob man jetzt ein Dashboard hat?

00:12:57: Es erleichtert Ihnen die Arbeit und ob Sie das auf dem Zettel zurück gemeldet kriegen entscheiden ist dass es die richtigen Daten sind und nicht Daten mit denen sie gar nichts anfangen können, die am letztendlich überhaupt nicht valide sind oder sogar das wir den Schulen sagen Bastel, eure eigenen Fragebögen und erhebt mit viel Zeit Daten die nachher überhaupt keine Aussage kraft haben.

00:13:20: Also das finde ich wirklich ganz wichtig!

00:13:23: Die Technik ist wichtig um ihnen das Leben zu erleichtern und das Dashboard okay.

00:13:29: aber was wir jetzt eben gerade sehen und da haben sie durchaus einen Punkt dass alle Länder eigene Plattform entwickeln und dann gibt es noch Stiftung, die eine Plattform entwickelt.

00:13:39: Und dann überlege ich mir wie wäre das für mich als Lehrkraft?

00:13:42: Ich sehe jetzt, ich kriege Vera zurück gemeldet und denke Mensch, ich muss hier was tun!

00:13:47: Es gibt hundert Möglichkeiten unter Plattformen wo ich mir irgendwas runterladen kann und ich weiß aber überhaupt nicht sind das Dinge, die geprüft sind diese vordermaßen an Begrüßung sind die Material hilfreich und deswegen plattieren wir auch dafür eine Plattform zu schaffen, wo man erstens Materialien usw.

00:14:07: und auch die tools, die diagnostischen Tools leicht erreichen kann und dass sie auch sozusagen Wirksamkeits geprüft sind das man da in irgendeiner Art von Zortifizierung oder Qualitätssicherung hat.

00:14:20: Frau Tino mal ganz kurz ich als Lehrkraft ja ich will hier eigentlich gar nicht die Daten sondern ich will letztendlich und das habe ich auch vorhin gemeint mit diesem Veredelungsprozess Sie sagen ja selbst wir brauchen Wirksamkeit, aber wo brauchen wir die Wirksamkeit?

00:14:34: Wir brauchen sie in den Klassenzimmern.

00:14:36: Das heißt mir als Lehrkraft sollen ja die Daten helfen zu erkennen welche individuelle Förderung brauchen die einzelnen Schüler.

00:14:43: und im besten Fall spielt mir jetzt noch der technische Fortschritt im Rahmen der KI noch mit hinein, Ja, irgendwelche intelligenten Tutorsysteme tatsächlich ermöglicht jetzt auch individuelle Aufgaben an die Hand zu bekommen.

00:14:59: Und das Möglichste in Echtzeit weil der Schüler hat jetzt das Problem.

00:15:02: ich bin jetzt bei dem Thema und ich will ihn jetzt an diesem Punkt fördern.

00:15:06: Und ganz oft ist es ja was auch passiert und deswegen zum Beispiel auch nochmal Vera, Vera Acht.

00:15:12: Warum wird das kritisch gesehen?

00:15:14: Wir sind ja in den Zimmern durch Bildungspläne schon oft gefühlt, auch so getrieben.

00:15:19: Verstehen Sie?

00:15:19: Also wir müssen immer vorwärtskommen!

00:15:21: Wir haben ja bestimmte Lernziele die erreicht werden müssen.

00:15:24: der Bildungsplan gibt uns das vor und wir stellen jetzt fest an einem Punkt.

00:15:27: da ist ein Defizit, da bräuchten es eigentlich eine Förderung und gleichzeitig wissen wie aber wir müssen vorwährts kommen.

00:15:32: Das ist natürlich irgendwo Paradoxon.

00:15:35: also wie soll ich jetzt beides hinbekommen?

00:15:40: kann mit den Daten im Unterricht nichts machen, sondern ich brauche die Rückschlüsse, die sich ziehen lassen aus den Daten um dann wirklich sofort in Echtzeit den Schülerinnen helfen zu können.

00:15:50: Das ist das was ich braache und ich braue da irgendwie die Werkzeuge so und das wäre auch für mich Veredelung von dem Ganzen wenn es funktioniert dass ich letztendlich Tools an die Hand bekomme, dass ich wirklich in Echzeit den Schülern die Hilfe geben kann, die sie brauchen um gefördert zu werden.

00:16:06: Ich sage jetzt mal ein bisschen ketzerisch.

00:16:07: Das finde ich ein recht technokratisches Verständnis von professionellem Handeln, ne?

00:16:12: Ich gucke immer auf die Medizin oder auf die Psychologie und ich glaube das ist nicht wesentlich anders, was Lehrkräfte tun.

00:16:18: Und in Kanada tun sie es übrigens jeden Tag,

00:16:21: ne?!

00:16:21: In meinem Verständen von Professionalität ist Diagnostik ganz zentral – ganz zental!

00:16:27: Jetzt müssen wir aber unterscheiden….

00:16:28: Wir haben ja verschiedene Instrumente.

00:16:30: Vera da gebe ich Ihnen absolut Recht wenn man den Lehrkräften zweimal oder einmal sozusagen ein Grundschullehrkräftewährer drei, denn weiter für einen Schulen wäre acht Daten gibt und damit sollen sie jetzt was machen das ist viel zu wenig.

00:16:47: Die sind wichtig.

00:16:48: Warum sind sie wichtig?

00:16:49: Weil die Vorne Übergangsschwelle nochmal ein Signal geben, haben diese Schülerinnen und Schülern eine Chance, die Mindeststandards zu erreichen.

00:16:57: Das ist eine super wichtige Information für uns!

00:17:00: Wir haben einen System mit starken Übergangsschwellen in der Grundschule und dann auch in die berufliche Bildung.

00:17:06: Und deswegen musste ich eine Lehrkraft dafür interessieren können ihre Schülerinnen Minderstandards erreichen oder nicht.

00:17:15: Aber ich verstehe das, warum es zu wenig ist.

00:17:18: Deswegen sagen wir ja, Wir brauchen sozusagen eine Ergänzung dieser VERA-Tests um weitere Funktionen die lauen Ausgangslage in Klasse eins und in klasse fünf dass.

00:17:29: Ich weiß als Lehrkraft die in Klassel Eins und Fünf unterrichtet wo stehen diese heterogen Schülerinnen und Schüler?

00:17:36: wie muss ich mein Unterricht gestalten?

00:17:38: Es ist absolut super wichtig.

00:17:40: Das macht die Krankheit ja schon mit stark in die Schule starten.

00:17:45: Wenn wir sehen, kriegen das nicht hin?

00:17:47: Dann brauche ich noch mal kleinere Tests mit den Basiskompetenzen in der Grundschule.

00:17:53: und dann kommt die Frage des Frühwarnsystems.

00:17:56: wäre haben die eine Chance zu erreichen oder nicht?

00:17:59: Und wir schlagen vor dass um die Akzeptanz auch von Lehrkräften zu erhöhen nochmal zu sagen Kommt noch mal ein Klasse vier.

00:18:06: Hat das wirklich gewürzt, was wir machen?

00:18:08: Mit den im Grunde denselben Tests und in der Sekundarstufe dann nicht ganz so dicht aber auch eine relativ dichte Test.

00:18:16: Wir haben drei Funktionen Launausgangslage überprüfen der Wirksamkeit- und Frühwarnsystem.

00:18:22: Und in dieser Funktionalität macht es glaube ich für die Lehrkräfte viel mehr Sinn wie jetzt wenn man einmal Bärer III hat und einmal Bäre VIII.

00:18:30: So!

00:18:30: Jetzt muss ich nochmal ganz kurz... Was sie jetzt sagen ist, wir wollen gerne formative Assessments haben und da haben sie auch völlig recht.

00:18:39: Larnprozess begleitende Tools.

00:18:42: Wenn ich jetzt also es reicht mir nicht dann einmal im Jahr eine Wasserstandsmeldung sammeln, sondern ich möchte meine Schülerinnen und Schüler während des Schuljahres oder Schulhalbjahrs fordern.

00:18:53: Und dazu gibt's sogenannte formative Assessment.

00:18:56: Es sind grauen Prozessbegleitende Tools.

00:18:58: Zum Beispiel Quop ist ein so ein Instrument, das wir auch beschrieben haben oder jetzt stark mit dem ... Mit KI.

00:19:05: auch unterfüttert sie am.

00:19:06: Intelligentetutoriales Systeme genannt Leon wird in Nordrhein-Westfalen eingesetzt Auch für die Grundschule.

00:19:14: da gibt es Brachproben von Schülerinnen und Schülern.

00:19:17: Und die kriegen dann KI-gestützte Rückmeldung, und mithinweisen darauf was sie jetzt noch mal üben können.

00:19:25: Das ist super!

00:19:27: Es wird aber die Lehrkraft am Ende des Tages nicht ersetzen.

00:19:31: Diese beiden Tests müssen sozusagen in einander greifen.

00:19:35: Es hört sich jetzt wahnsinnig viel an... Man hat recht diese automatisierten Rückmeldung von den standardbasierten Tests und hat immer wieder digitale Tools, die mit Forderungen verknüpft sind.

00:19:47: In Zukunft auch viel starker KI gestützt, die ihnen helfen, auch die heterogene Schülerschaft besser zu fordern was aber die Lehrkraft nicht überflüssig macht.

00:19:57: Aber der Unterricht wird völlig anders sein.

00:20:00: Sie haben eben Kanada angesprochen und ich wollte sie eh fragen, ob es ein Land gibt wo sie vielleicht exemplarisch einmal daran erklären könnten wie das dort läuft und was wir uns da in Deutschland abschauen könnten.

00:20:17: Mögen Sie da noch was zu Kanada sagen?

00:20:19: Ja, in Kanada war ich letztes Jahr selbst und habe mir das angeschaut.

00:20:24: Da fahren jetzt auch unsere Bildungspolitiker hin aber können die genauso gut nach Singapur gehen oder in die Baltischen Staaten... Also viele erfolgreiche Systeme machen das und die machen es auf allen Ebenen.

00:20:38: Wir haben jetzt ja immer nur für ein Unterricht gesprochen, dass gilt für die Schulaufsicht, das gilt für Die Schulleitung, es gilt für Erziehungs- bildungspartnerschaften mit Eltern.

00:20:46: Und das wird ist in Kanada ein koerrentes System.

00:20:50: In Kanadas sitzen die Lehrkräfte jeden Freitag nachmittags zusammen und gucken sich die Daten an.

00:20:57: Da gibt es ein Dashboard, ne?

00:20:58: Die Testsysteme sind glaube ich nicht mal so gut wie unsere weil wir sehr, sehr gute operationalisierte Bildungsstandards haben aber diesen schon aussagekräftig.

00:21:07: Und dann überlegt man sich was heißt das jetzt?

00:21:10: Dann gibts Timblites für jedes Jahr wo man sich einigt drauf Wie bewerten wir insgesamt in der Schule diese Daten?

00:21:19: Sind wir da zufrieden damit dass die Schülerinnen und Schülern Das sind nur zehn Prozent dem Mindeststandards nicht erreichen?

00:21:26: oder denken wir das trotzdem, hier wollen wir was tun.

00:21:29: Dann werden Ziele fürs nächste Jahr beschrieben und es wird sogar für einen Zeitraum von drei Jahren werden auch weitergehende Ziele formuliert und da guckt man dann auf der Schulebene jedes Jahr also Lehrkräfte jeden Freitag, Schule jedes Jahr.

00:21:44: Dann gibt es eine Schulaufsicht als da.

00:21:47: anders aber ist ja egal die dann mit den Schulen drauf guckt und sagt was braucht ihr dafür?

00:21:53: Die Ressourcen werden entsprechend zugeteignet.

00:21:56: bei uns unvorstellbar dass man das macht Aber es gibt dazu im System auch ne andere Haltung.

00:22:02: Ja, vielen Dank Frau Professorin Thiel.

00:22:04: Vielen Dank für das offene Gespräch auch für das teilweise kontroverse Gespräch dass sie sich darauf eingelassen haben, dass sie die Zeit genommen haben uns dann nochmal einiges zu erklären und sich da ja auf das Gespräch mit der Praxis eingeladen haben.

00:22:18: Ja vielen dank.

00:22:18: von meiner Seite hat es Spaß gemacht.

00:22:21: Ja schön.

00:22:22: Auch von meiner seite vielen Dank für dieses offene.

00:22:24: Wer

00:22:25: sich noch weiter für das Thema interessiert kann auch noch einen Interview mit ihnen nachlesen bei uns im Online-Magazin Fragen und Anmerkungen hat zu unserem Podcast.

00:22:35: Zu dieser oder er weiterer Folgen kann sich gerne bei uns melden, zum Beispiel über Instagram oder LinkedIn.

00:22:40: Da freuen wir uns über Nachrichten!

Über diesen Podcast

evido-Podcast – Bildung entscheidet: Im Fokus stehen die entscheidenden Faktoren für gutes Lernen: von der Kita über die Schule bis zur Bildungspolitik. Verständlich, praxisnah und fundiert zeigen wir, was Bildung wirksam macht und wie sie nachhaltig verbessert werden kann.

von und mit Lena Sterz & Alex Putzier

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